Montag, 13.August 2007 noch 46 Tage
Gut, gut... ok. Ich hab nun grad mal ein paar Minuten Zeit und werde mich jetzt mal daran setzen das geplante Reisetagebuch mit dem vorläufigen Arbeitstitel:
Es wird also gewandert, erwähnte ich ja bereits. Klingt ja auch logisch: Hexenstieg -> Harz -> Wandern. Macht in diesen Tagen ja irgendwie jeder, ist also voll „trendy“. Wissen wir, deswegen machen wir es ja auch. Aber nicht nur weil wir unbedingt „trendy“ sein wollen, sondern weil wir wissen, dass wir voll „trendy“ sind, und das schon seit frühester Kindheit. Ist schwer zu verstehen, ist aber so. Vor allen wenn man weiß, an wie vielen Sonntagen wir damals mit unseren Eltern gewandert sind, klingt es schon wieder plausibel. Wir machen also nix anderes als die totale Uncoolness von früher, für uns in totale Coolness von heute zu verwandeln. In den 70er Jahren, also in unseren Kindheitsjahren, hieß es auch nicht unbedingt „wandern“, ok… das gab es sicher auch, aber es hieß eigentlich eher: „spazieren gehen“ oder „schlendern“. Heute sprechen wir von hikking, nordic walking, trekking oder pilgern. Außerdem liegt die Coolness bzw. Uncoolness vielleicht auch noch darin begründet, dass wir mittlerweile selbst Eltern sind. Wer weiß? Wir huldigen somit also mit dieser geplanten Wanderung in einer bestimmten Weise und vielleicht auch unbewusst unsere Eltern. Wir, und damit spreche ich hoffentlich auch für Axel, danken Ihnen für ALLES! (und das meine ich ausnahmsweise mal Ernst.) Wir danken dafür, dass sie uns geboren und zu einigermaßen anständigen Kerlen, Trunk– und Raufbolden erzogen haben. Wir danken für Spannung, Spaß, Spiel und Schokolade. Für Liebe, Land und Leute… Ich danke ganz speziell für die bereits von meiner großen Schwester Marion eingetragenen dunkelblauen Stoffstrumpfhosen, die mir in den Wintermonaten sicherlich die eine oder andere Blasen- oder Nierenentzündung erspart haben. Ich persönlich danke meinen Eltern noch für:
(spätestens jetzt sollte sich dem Leser der Bogen zum geplanten Etappenziel Pullman City spannen und erschließen) …natürlich danken wir Ihnen auch dafür, dass sie uns lesen und schreiben beigebracht haben, sonst wäre dieser gesamte geistige Dünnschiss hier wohl kaum möglich.
Wir, das sind übrigens: Axel Janeczko, alias Zorro Zolokowsky vom Lake Salt Lattice, 39 Jahre alt, Trapper, Konföderierter, Durchgeknallter alles in Personalunion… und
Elmar Sander, alias Williams „Eytsh“ Bunny, aus Pueblo Gödringo, 36 Jahre alt, Fallensteller + Konföderierter ebenfalls durchgeknallt…
(die Steckbriefe, inklusive aller Pseudonymen und verwendeten „Alias-Namen“ werden im Laufe der Reise vervollständigt oder mal wieder komplett umgestrickt bzw. in Frage gestellt.)
Die Idee zu dieser Western-Wallfahrt nach Pullman (ich nenne es auch gerne: „Eine Pilgerreise zu den heiligen Kindertagen“) kam uns auf unserer letzten gemeinsamen Wanderung von Buntenbock nach Torfhaus, der 2. Etappe des Hexenstiegs, 23km entlang des Harzer Wasserregals an Ostersamstag, aber das ist eine andere Geschichte. Warum nicht mal nach Pullman wandern, fragten wir uns. Da wollten wir immer schon mal hin. Der Osten ist doch auch schön. „Dänemark, Rumänien, Schweden, Skandinavien, Rumänien das sind alles schöne Länder.“
Eine Westernstadt im Osten… klingt abstrus, aber genau das zieht uns magisch an. Sei es drum, hier sind wir nun…bzw. hier ist unser Plan:
Wir wandern, wiederum entlang des Hexenstieges, in drei Tagen von Torfhaus (die Endstation unserer letzten Wanderung), über den Brocken, Drei Annen Hohne, Königshütte, Rappbodetalsperre bis nach Pullman City in Hasselfelde und dann weiter über Treseburg nach Thale. Die Wanderung soll am Freitag den 28.September ab Torfhaus/Harz starten und, wie schon gesagt, drei Tagesetappen später, am Sonntag den 30. September in Thale/Ostharz/ehemals DDR enden. Geplant sind zwei Übernachtungen auf der gesamten Wegstrecke.
Vielleicht ist es zunächst noch einmal nötig, dem gemeinen Leser zu eröffnen und zu erörtern, welcher Sinn oder Unsinn hinter unserer Reise steckt. Des Weiteren sollte man eventuell kurz darüber sprechen welchen Zweck überhaupt dieses Tagebuch hat. Die Antwort ist relativ einfach: Gar keinen!
Das ist also das Ziel: Wir machen eigentlich etwas völlig sinnloses. Keiner, außer uns, wird je so verrückt sein nach Pullman City zu wandern und ein Reisetagebuch darüber zu schreiben. Schon gar kein Pre-Tagebuch. Kein Mensch, außer uns, wird dieses Buch je lesen. Macht aber nix, solange es uns Spaß macht etwas herrlich Nutzloses zu tun, tun wir es! Also Axel, viel Spaß beim lesen. Noch was: geistige und körperliche Grundvoraussetzungen für diese Tour sind übrigens und unter anderem: Klaus Kinski-Charakter (irre), Familienvater, fremd gesteuert, einen Wanderrucksack, Flachmann und Isolation-Map, Südstaatenmütze nicht zu vergessen (hierzu später auch mehr)…
Gut, gut... ok. Ich hab nun grad mal ein paar Minuten Zeit und werde mich jetzt mal daran setzen das geplante Reisetagebuch mit dem vorläufigen Arbeitstitel:
„Auf dem Hexenstieg nach Pullman City"
zu beginnen. Es gibt da noch einen alternativen Arbeitstitel, unter dem auch der geplante I-Netauftritt läuft, aber dazu später mehr. Axel (mein Wander- und Westernfreund) weilt derzeit noch mit seiner Familie in bella Italia und wird in den nächsten Tagen zurück erwartet. Bis dahin werde ich mal die Schreibfeder in die Hand nehmen und ein paar hirnlose Sätze niederschreiben.Es wird also gewandert, erwähnte ich ja bereits. Klingt ja auch logisch: Hexenstieg -> Harz -> Wandern. Macht in diesen Tagen ja irgendwie jeder, ist also voll „trendy“. Wissen wir, deswegen machen wir es ja auch. Aber nicht nur weil wir unbedingt „trendy“ sein wollen, sondern weil wir wissen, dass wir voll „trendy“ sind, und das schon seit frühester Kindheit. Ist schwer zu verstehen, ist aber so. Vor allen wenn man weiß, an wie vielen Sonntagen wir damals mit unseren Eltern gewandert sind, klingt es schon wieder plausibel. Wir machen also nix anderes als die totale Uncoolness von früher, für uns in totale Coolness von heute zu verwandeln. In den 70er Jahren, also in unseren Kindheitsjahren, hieß es auch nicht unbedingt „wandern“, ok… das gab es sicher auch, aber es hieß eigentlich eher: „spazieren gehen“ oder „schlendern“. Heute sprechen wir von hikking, nordic walking, trekking oder pilgern. Außerdem liegt die Coolness bzw. Uncoolness vielleicht auch noch darin begründet, dass wir mittlerweile selbst Eltern sind. Wer weiß? Wir huldigen somit also mit dieser geplanten Wanderung in einer bestimmten Weise und vielleicht auch unbewusst unsere Eltern. Wir, und damit spreche ich hoffentlich auch für Axel, danken Ihnen für ALLES! (und das meine ich ausnahmsweise mal Ernst.) Wir danken dafür, dass sie uns geboren und zu einigermaßen anständigen Kerlen, Trunk– und Raufbolden erzogen haben. Wir danken für Spannung, Spaß, Spiel und Schokolade. Für Liebe, Land und Leute… Ich danke ganz speziell für die bereits von meiner großen Schwester Marion eingetragenen dunkelblauen Stoffstrumpfhosen, die mir in den Wintermonaten sicherlich die eine oder andere Blasen- oder Nierenentzündung erspart haben. Ich persönlich danke meinen Eltern noch für:
- die kleinen Indianer und Cowboy Figuren aus Kunststoff (die Farben vermutlich Blei belastet)
- das grün gestrichene Western Fort aus Holz (danke Papa, sehr authentisch!)
- die Kostümierungen an Kinderkarneval meistens als Indianer… Cowboy war uncool und passte auch nicht so zu meinem Gesichtsteint
- sowie sämtliche Winnetou und “Western von gestern“ Folgen die ich im Fernsehen schauen dürfte…
Wir, das sind übrigens: Axel Janeczko, alias Zorro Zolokowsky vom Lake Salt Lattice, 39 Jahre alt, Trapper, Konföderierter, Durchgeknallter alles in Personalunion… und
Elmar Sander, alias Williams „Eytsh“ Bunny, aus Pueblo Gödringo, 36 Jahre alt, Fallensteller + Konföderierter ebenfalls durchgeknallt…
(die Steckbriefe, inklusive aller Pseudonymen und verwendeten „Alias-Namen“ werden im Laufe der Reise vervollständigt oder mal wieder komplett umgestrickt bzw. in Frage gestellt.)
Die Idee zu dieser Western-Wallfahrt nach Pullman (ich nenne es auch gerne: „Eine Pilgerreise zu den heiligen Kindertagen“) kam uns auf unserer letzten gemeinsamen Wanderung von Buntenbock nach Torfhaus, der 2. Etappe des Hexenstiegs, 23km entlang des Harzer Wasserregals an Ostersamstag, aber das ist eine andere Geschichte. Warum nicht mal nach Pullman wandern, fragten wir uns. Da wollten wir immer schon mal hin. Der Osten ist doch auch schön. „Dänemark, Rumänien, Schweden, Skandinavien, Rumänien das sind alles schöne Länder.“
Eine Westernstadt im Osten… klingt abstrus, aber genau das zieht uns magisch an. Sei es drum, hier sind wir nun…bzw. hier ist unser Plan:
Wir wandern, wiederum entlang des Hexenstieges, in drei Tagen von Torfhaus (die Endstation unserer letzten Wanderung), über den Brocken, Drei Annen Hohne, Königshütte, Rappbodetalsperre bis nach Pullman City in Hasselfelde und dann weiter über Treseburg nach Thale. Die Wanderung soll am Freitag den 28.September ab Torfhaus/Harz starten und, wie schon gesagt, drei Tagesetappen später, am Sonntag den 30. September in Thale/Ostharz/ehemals DDR enden. Geplant sind zwei Übernachtungen auf der gesamten Wegstrecke.
Vielleicht ist es zunächst noch einmal nötig, dem gemeinen Leser zu eröffnen und zu erörtern, welcher Sinn oder Unsinn hinter unserer Reise steckt. Des Weiteren sollte man eventuell kurz darüber sprechen welchen Zweck überhaupt dieses Tagebuch hat. Die Antwort ist relativ einfach: Gar keinen!
Das ist also das Ziel: Wir machen eigentlich etwas völlig sinnloses. Keiner, außer uns, wird je so verrückt sein nach Pullman City zu wandern und ein Reisetagebuch darüber zu schreiben. Schon gar kein Pre-Tagebuch. Kein Mensch, außer uns, wird dieses Buch je lesen. Macht aber nix, solange es uns Spaß macht etwas herrlich Nutzloses zu tun, tun wir es! Also Axel, viel Spaß beim lesen. Noch was: geistige und körperliche Grundvoraussetzungen für diese Tour sind übrigens und unter anderem: Klaus Kinski-Charakter (irre), Familienvater, fremd gesteuert, einen Wanderrucksack, Flachmann und Isolation-Map, Südstaatenmütze nicht zu vergessen (hierzu später auch mehr)…
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